Heute werde ich durch lautes Schmatzen und dezentes würgen geweckt -die Katze hat es sich auf Kevin’s Beinen bequem gemacht und führt gerade mit Inbrunst ihre Morgentoilette aus.

Wir frühstücken noch ordentlich, dann geht es bei inzwischen wolkenlosem Himmel wieder los. Nach dem stellen Abstieg von Refugio aus geht es sanft bergab, immer rechts der Bergflanke entlang. Durch den starken Regen ist der Boden stellenweise stark aufgeweicht, die lehmige Erde klebt schwer an den Schuhen und muss alle hundert Meter abgestreift werden. Trotzdem kommen wir gut voran und erreichen schon bald die Schotterstraße, die sich in vielen Serpentinen den Hang herunter windet.

Bald biegen wir auf einen Pfad ab. Und schon ist es vorbei mit dem gemütlichen laufen. Der Weg geht steil den Berg hinauf. Und wir merken zu unserem Ärger, dass wir die letzte Wasserquelle verpasst haben, den Rest des Tages müssen wir also mit je einen halben Liter auskommen! Kaum ist der Anstieg bewältigt, verschwindet der Pfad unter einer riesigen Gerölllawine und einen Schneefeld. Eine anstrengende Kletterei…

Danach wird es im Vergleich fast gemütlich, der Weg läuft um den Berghang heim, der Blick schweift über das Tal. In den anderen Bergen haben schwarze wollen, Gewitter grollt. Wir bleiben zum Glück verschont. Am sich ist der Weg nun einfach, aber der Wassermangel macht sich bemerkbar.

Die letzten Kilometer bis zum Refugio scheinen sich entloß zu ziehen. Hier trinken wir, genießen eine Dusche, und verbummelt dann den Nachmittag auf der Terrasse. Immerhin ist es erst halb 4 als wir ankommen. Wäsche binnen wir auch endlich waschen, so rümpfen hoffentlich nicht mehr alle entgegenkommenden Wanderer ganz so arg die Nase…
Hoffentlich habt ihr die süße 🐱 mitgenommen. Dafür ist im Rucksack doch immer Platz
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Ich war versucht 😄💕
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