Die perfekte Wahl für eine 8-12 Tage Rundtour: Wunderbare Berge, wild Campen erlaubt, nicht zu viele Leute, und ganz nebenbei die gute französische Küche…
186 km, ca 13000 Höhenmeter Aufstieg und 13000 Abstieg. Dazu gibt es noch Optionen für Tagesausflüge und Abstecher, falls das Ganze zu langweilig wird und man mehr Zeit mitbringt.
Auf dieser Seite findet ihr allgemeine Infos und Tipps zu: Anreise, Etappenplanung, Einkaufen/ Essen, Übernachtungsmöglichkeiten, Trinkwasserversorgung, Ausrüstung… Eine Übersicht in Tabellenform gibts hier: https://dreamwalker.video.blog/2020/08/09/der-gr54/
Anreise
- Eine gute Übersicht gibts hier: https://www.lagrave-lameije.com/en/acces-rapide/access/
- Lyon – Grenoble: Zug ab dem Flughafen Lyon Saint-Exupéry (LYS) oder ab dem Bahnhof Lyon Part Dieu (Innenstadt). Die Zugtickets können bequem online gebucht werden über: https://www.thetrainline.com/de
- Grenoble – Bourg d’Oisans / La Grave: Link-Bus Linie Link2, oder Zou-Bus Linie LER35. Zou-Bus: günstiger!! 2x tägliche Verbindung. Sitzplatzreservierung dringend zu empfehlen! Dafür Anleitung auf der Website von La Grave: https://www.lagrave-lameije.com/fileadmin/user_upload/PDF_Divers/Horaires_LER_-_BUS/Reservation_billet_LER35.pdf Wichtig: Es muss ein Account angelegt werden und Reserviert, nicht gekauft werden. Bezahlung dann beim Busfahrer (Bar oder Kartenzahlung)
Etappenplanung
Wir empfehlen in La Grave zu starten, statt Bourg d’Oisans. Bourg d’Oisans ist größer und der Supermarkt günstiger und viel Auswahl, doch Unterkünfte unverschämt teuer. Auch ist der Anstieg aus Bourg d’Oisans irre steil. In La Grave bekommt man auch alles was man braucht, Unterkünfte 1/3 Preis wie in Bourg d’Oisans und der Start der Wanderung sanfter.
Auch sind wir (wie fast alle) im Uhrzeigersinn gelaufen, in diese Richtung sind die Pässe am besten zu queren.
Die Etappenlänge richtet sich hier im Hochgebirge völlig nach der Topographie. 90 % der Zeit führt der GR54 1000-1500 Höhenmeter steil rauf auf einen Pass oder steil runter. Zelten ist meist nur im Tal möglich. Kondition und Zeit reichen daher oft nicht aus, um noch eine Zeltmöglichkeit weiter zu kommen. zT gibt es dann Tagesetappen von „nur“ 11km. Daher ist eine aufmerksame Etappenplanung und ggf. etwas Reserve-Proviant zu empfehlen! Ganz entspannt kamen wir auf 10 Wandertage, 9 sind bei guter Planung sicher auch zu schaffen. Bei weniger Tagen wirds eine Herausforderung.
Einkaufen/ Essen
Einkaufen ist alle 2-3 Tage möglich. Manchmal ist die Auswahl sehr begrenzt, aber mit Flexibilität gut machbar (auch für Vegetarier -das haben wir getestet). Optionen zum Einkehren gibt es zusätzlich häufiger in den Orten und auch den Berghütten. Auch bei Fehlplanung des Proviants verhungert hier also keiner.
Übernachtungsmöglichkeiten
Wild Zelten ist im Nationalpark erlaubt, allerdings nur von 19.00 – 09.00 Uhr. Zumeist nur im Tal möglich. Wie immer gilt natürlich: Leave no trace – hinterlasse keine Spuren. Also bitte auch Klopapier (in Ziplockbeuteln) wieder mitnehmen. Fast überall finden sich private Unterkünfte oder Gites (Herbergen), Vorreservierung nicht nötig.
Trinkwasserversorgung
In jeden Ort/ Häuseransammlung gibt es Brunnen, unterwegs zahllose Bäche. Mehr als 5 Kilometer müssen selten überbrückt werden. Es gibt allerdings überall Weidevieh (Kühe, Schafe). Wer ganz sicher sein will, sollte einen Filter (zB. Sawyer) oder Iod-Tabletten mitnehmen.
Ausrüstung
Unabdingbar: Wanderstöcke! Trailrunner (mit griffiger Sohle) oder einfache Wanderstiefel reichen (Bergstiefel sind hier unangemessen und störend). Sonnencreme, auch bei bedecktem Himmel! Sonst „das Übliche“, und wie immer „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Denk daran: Die Steigungen sind lang und steil! 😉